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31.01.2019

Hartsalzwerk Siegfried-Giesen: Planfeststellungsbeschluss erteilt

Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat am 30. Januar die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am Standort Siegfried-Giesen (Landkreis Hildesheim) genehmigt.

Das dortige Kalivorkommen besitzt einen hohen Gehalt an Wertstoffen und eignet sich besonders für die Herstellung von Düngemittelspezialitäten. „Wir begrüßen den Planfeststellungsbeschluss,“ so Alexa Hergenröther, Geschäftsführerin der K+S KALI GmbH, „der uns darin bestätigt, dass die Nutzung heimischer Rohstoffe mit den hohen deutschen Umweltstandards vereinbar ist. Für unsere strategische Ausrichtung und die Stärkung unserer Marktposition als Spezialitätenhersteller ist Siegfried-Giesen eine wichtige Option.“

K+S beabsichtigt, das Projekt umzusetzen, wenn die Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist und das Vorhaben die in der Konzernstrategie „Shaping 2030“ gesteckten Ziele unterstützt. Eine maßgebliche Voraussetzung ist auch die Entwicklung des Kalimarktes. Aus heutiger Sicht würde sich der Investitionsbedarf zur Umsetzung des Projektes im höheren dreistelligen Millionenbereich bewegen. Mit der Wiederaufnahme des Betriebes wären die Schaffung von ca. 500 qualifizierten Arbeitsplätzen sowie bedeutende wirtschaftliche Impulse für die Region verbunden.

Die Lagerstätte des Salzstockes von Sarstedt verfügt über nachgewiesene Reserven an Sylvinit und Hartsalz von mehr als 100 Mio. t, ausreichend für mindestens 40 Jahre Kaliproduktion. Für die Wiederaufnahme der Rohsalzverarbeitung an dem 1987 vorläufig stillgelegten Standort hat K+S ein Konzept entwickelt, mit dem vor allem die unvermeidbaren Umweltauswirkungen auf ein bisher nicht mögliches Maß reduziert werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei eine abwasserfreie Rohsalzverarbeitung sowie die Verwertung der Haldenwässer in der Produktion. Dies führt dazu, dass im Regelbetrieb keine Salzabwässer in den Fluss Innerste eingeleitet werden müssten. Darüber hinaus würde die Haldenwirtschaft auf ein Minimum beschränkt, da aufgrund der steilen Lagerung rund zwei Drittel der Rückstandsmenge unter Tage versetzt werden können.

Presseinformation v. 30.1.2019