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Kaiserpfalz-Preis der Metallurgie

Aus der traditionsreichen Berg- und Hüttentechnik zur Metallgewinnung aus Erzen hat sich die moderne NE-Metallurgie entwickelt. Der reine Verbrauch von Rohstoffen wurde vielfältig mit dem Know-how von Kreislauf-Verfahren/Prozesstechnologien durch das Recycling von Sekundärstoffen abgelöst. Umweltschutz und Energieeffizienz erlangen dabei entscheidende Bedeutung. Die Wissenschaft hat hierzu wesentliche Beiträge geleistet.

Heute sind die mannigfaltigen Produkte der Nichteisen-Metallurgie ein bestimmender Faktor für die Erzeugung von Produkten des modernen, täglichen Lebens. Automobilindustrie, Kommunikationstechnik, Energietechnik, Pharmazie, Luft-, Raumfahrt, Lackindustrie, Lebensmittelindustrie, Chemische Industrie, Bauindustrie, Schiffbau u. a. profitieren weltweit von den Leistungen der Metallurgen. Häufig schaffen erst die NE-Metallurgie und die Werkstofftechnik die Voraussetzungen für die nächste Produktgeneration.

Um diese Standards weiter zu entwickeln, wurde unter der Schirmherrschaft der GDMB der „Kaiserpfalz-Preis der Metallurgie“ ins Leben gerufen. Mit dieser von der Wirtschaft finanzierten Auszeichnung sollen herausragende wissenschaftliche Leistungen honoriert werden und zur Finanzierung für weitere, innovative Arbeiten auf dem Gebiet der angewandten Metallurgie und Werkstofftechnik der NE-Metalle beitragen. Dabei steht die produktbezogene Forschung für unser modernes Leben im Vordergrund. Weitere Ziele dieser Würdigung in Verbindung mit einem Kongress und einer Festveranstaltung sind die Darstellung der Bedeutung dieser Branche, um sie für die Gesellschaft zugänglich zu machen, sowie positive und attraktive Anreize für die Berufswahl junger Menschen zu schaffen.

Die Auswahl des nominierten Forschungsinstitutes geschieht durch den Wissenschaftsrat, der durch Hochschulvertreter, Vertreter der Verbände und Vertreter der NE-Metallindustrie besetzt ist. Die finanziellen Mittel werden aus Spendengeldern gewonnen und bestimmungsgemäß zu 90% dem ausgewählten Institut und zu 10% dem führenden Nachwuchswissenschaftler der erfolgreichen Forschung zur Verfügung gestellt. Der Preis soll zweijährlich verliehen werden. Die Mittelverwaltung obliegt der GDMB. Die Ergebnisse werden auf dem Metallurgietag im zweijährigen Rhythmus vorgetragen.

Der Kaiserpfalz-Preis der Metallurgie wurde anlässlich des Metallurgie-Tages in Goslar erstmals im März 2008 an das Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling (IME) der RWTH Aachen vergeben, im Jahr 2010 an das Christian Doppler-Labor der Montanuniversität Leoben und war jeweils mit 50.000 € dotiert. Preisträger im Jahr 2012 war erneut das Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling (IME) der RWTH Aachen. Der Kaiserpfalzpreis 2014 wurde an das Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe der TU Bergakademie Freiberg, das in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls an der TU Bergakademie Freiberg ansässigen Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie für das Forschungsprojekt: "Gemeinsames Recycling von Bildröhren und LCD-Bildschirmen" verliehen. Im Jahr 2016 wurde die RWTH Aachen zum 3. Mal ausgezeichnet. Für das Forschungsprojekt „Prozessinnovationen zur kostengünstigen Erzeugung von Titanlegierungen aus Primär- und Sekundärrohstoffen“, wurde dem Institut IME Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling der Kaiserpfalz-Preis der Metallurgie erneut verliehen.